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Report
Sauber Formel 1, Sicherheit kennt
keine Grenzen
Von Stefan Kühnis ist Chefredaktor von Safety-Plus.
Technische Perfektion, Innovation
und Leidenschaft resultieren oft in Erfolg, sagte Christan Rüegger, «in
dieser Hinsicht sind wir und das Sauber-Team uns sehr ähnlich.» Der CEO der
Brütsch-Rüegger Holding begrüsste rund
120 Kunden und Partner zum Seminar
Sicherheit kennt keine Grenzen im Sauber-Windkanal in Hinwil. Brütsch-Rüegger
unterhält seit vielen Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft mit dem Motorsportteam
von Peter Sauber.
Brütsch-Rüegger Tools lud Kunden und Partner
zu einem Seminar nach Hinwil. Die Veranstaltung
fand im Windkanal-Gebäude des BMW Sauber
F1 Teams statt.
Die Teilnehmer durften sich
im Reifenwechseln versuchen.
Verschiedene Arbeitssicherheits-Produkte
waren vor Ort ausgestellt.
Fussschutz
Heute unterscheidet sich ein Sicherheitsschuh
fast nur noch durch seine Schutzeigenschaften
von einem Freizeitschuh.
Atmungsaktive Materialien, alternative
Schutzkappen aus Kunststoff und moderne
Designs gestalten einen Arbeitstag komfortabler. So wird ein Schuh auch
konsequent getragen. Renato Censori
(Leiter Bereich Arbeitsschutz bei
Brütsch-Rüegger) und Dario Fava (Key Account Manager bei Brütsch-Rüegger)
führten die Teilnehmer tiefer durch das Thema und wiesen sie auf die vielen
unterschiedlichen Modelle auf dem
Markt hin.
Gehörschutz
Urs Germann (Geschäftsführer der Audio Protect AG) ist im Bereich Gehörschutz
ein Vollprofi. Und er nahm seine
Werkzeuge gleich mit. An einem freiwilligen
Teilnehmer demonstrierte er,
wie einfach ein individuell angepasster
Gehörschutz hergestellt werden kann
und welche Vorteile er bietet. Die Zuseher
und Zuhörer waren übrigens über
ein Audiosystem zum Mikrofon von
Germann
verbunden, der so seine Stimme
bestens schonen konnte.
Motivation zur
Arbeitssicherheit
Schlussendlich kann jede Schutzmassnahme
ins Leere greifen, wenn die Betroffenen
partout nicht mitmachen wollen.
Wie Mitarbeitende motiviert werden
können, die nötigen Massnahmen zu
befolgen,
zeigte Roman Müller (Geschäftsführer MPS Müller
Projects & Services GmbH) anhand eines
Filmbeispiels. Der Suva-Kurzfilm über
Augenverletzungen sensibilisierte Müller
damals für das Thema Arbeitssicherheit
und zeigt die richtigen Kommunikationswege
auf.
Der Windkanal
Mit Geschwindigkeiten von bis zu 300
Stundenkilometern fliesst die Luft im
Windkanal. Er wurde im Jahr 2004
erbaut
und ist immer noch einer der
grössten und modernsten Windkanäle in
der Formel 1 und Massstab für andere
Teams. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit,
von erfahrenen Sauber-Mitarbeitern
viele spannende Details auch
rund um die Autos und Materialien zu
erfahren.
An einem Original-F1-Fahrzeug
erprobten sich einige an der Herausforderung
Boxenstopp.
Sicherheit in der Formel 1
Selbstverständlich war auch die Sicherheit
im Motorsport ein grosses Thema.
Fahrzeuge, die in 2,7 Sekunden von 0 auf
100 km/h und in 5,2 Sekunden von 0 auf
200 km/h beschleunigen und in 2,0 Sekunden
wieder von 200 auf 0 Stundenkilometer
bremsen können, bieten grosses
Gefahrenpotenzial. Trotzdem gab es
in der Formel 1 seit Ayrton Senna keine
Todesopfer mehr. Ohne Zweifel liegt
dies an den massiven Sicherheitsbemühungen.
Ein Experte zeigte auf, wie
die Materialien konstruiert werden, um
keine Todesfälle mehr zuzulassen. Die
imposanten Details illustrierte er unter
anderem am Unfall von Robert Kubica in
Montreal, der mit 280 km/h einen
anderen Fahrer touchierte, von der
Fahrbahn
abkam und mit 208 Stundenkilometern
in die Mauer prallte. Dabei
wirkte eine Kraft von
rund 40 G auf ihn,
er in 4,5 Sekunden genau 212 Meter weit
verunfallte – und er fast unverletzt aus dem
fast unbeschädigten Innenteil geborgen
wurde.
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